Das flüssige Gold der Küche: Warum du Butterschmalz unbedingt selbst machen solltest

Butterschmalz selber machen

Knusprige Bratkartoffeln, saftige Steaks und aromatische Schnitzel – mit Butterschmalz gelingt scharfes Anbraten deutlich besser als mit normaler Butter. Erfahre, warum sich die Herstellung lohnt und wie du Butterschmalz ganz einfach selbst machen kannst.

Was ist Butterschmalz eigentlich?

Normale Butter besteht nicht nur aus Fett. Sie enthält außerdem Wasser, Milchzucker (Laktose) und Milcheiweiß.

Genau diese Bestandteile sorgen dafür, dass Butter bei hohen Temperaturen schnell verbrennt. Bereits ab etwa 175 °C beginnt das enthaltene Eiweiß zu bräunen und kann einen bitteren Geschmack entwickeln.

Bei der Herstellung von Butterschmalz werden diese Bestandteile entfernt. Übrig bleibt nahezu reines Butterfett mit einem intensiven Aroma und einer deutlich höheren Hitzebeständigkeit.

Das Ergebnis:

  • Goldgelbes Butterfett
  • Nussiges Aroma
  • Hoher Rauchpunkt
  • Lange Haltbarkeit

Die unschlagbaren Vorteile von Butterschmalz

Mit einem Rauchpunkt von rund 205 °C eignet sich Butterschmalz hervorragend für:

  • Steaks
  • Schnitzel
  • Bratkartoffeln
  • Rösti
  • Gemüsepfannen
  • Wokgerichte

Lange haltbar

Da Wasser und Eiweiß entfernt wurden, hält sich Butterschmalz deutlich länger als normale Butter. Es lagert mehrere Monate im Vorratsschrank und bleibt sehr lange im Kühlschrank frisch.

Fast laktosefrei

Viele Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen Butterschmalz problemlos, da der größte Teil der Laktose entfernt wird.

Intensiver Geschmack

Butterschmalz verleiht Speisen ein angenehm nussiges Butteraroma, das mit Pflanzenölen nicht erreicht wird.

Preisvergleich: Selbstgemacht oder gekauft?

Im Supermarkt kostet Butterschmalz häufig deutlich mehr als man erwartet. Marken-Butterschmalz liegt bei etwa 1,50–2,50 € pro 100 g, Bio-Butterschmalz sogar bei 2,00–3,50 € pro 100 g.

Selbstgemachtes Butterschmalz ist deutlich günstiger:

Wer Butter im Angebot kauft, spart erheblich. Wenn du 1 kg Butter im Angebot kaufst, ergibt das etwa 750–800 g Butterschmalz – deutlich günstiger als Fertigprodukte.

Spartipp: Achte auf Butter-Angebote bei Aldi, Lidl, Kaufland, Rewe, Edeka und Netto. Gerade vor Feiertagen oder während Aktionswochen sind Markenbutter und Bio-Butter oft stark reduziert.

Butterschmalz selber machen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Zutaten: 500 g bis 1 kg Butter

Benötigte Utensilien: Großer Topf, Schöpfkelle, feines Sieb, Küchentuch oder Kaffeefilter, Schraubglas

Schritt 1: Butter schmelzen

Die Butter in Würfel schneiden und bei mittlerer Hitze langsam schmelzen lassen. Wichtig: Die Butter soll schmelzen, aber noch keine Farbe annehmen.

Schritt 2: Wasser verdampfen lassen

Die Hitze auf die kleinste Stufe reduzieren. Nun beginnt die Butter leicht zu blubbern – das ist das Wasser, das verdampft. Den entstehenden Schaum regelmäßig abschöpfen.

Schritt 3: Der goldene Moment

Nach etwa 20 bis 30 Minuten wird das Blubbern deutlich weniger, die Flüssigkeit wird klar und am Boden bilden sich leichte braune Ablagerungen. Ein nussiger Duft entsteht. Jetzt den Topf sofort vom Herd nehmen.

Schritt 4: Filtern und abfüllen

Das heiße Butterfett vorsichtig durch ein mit Küchentuch oder Kaffeefilter ausgelegtes Sieb gießen. In sterile Schraubgläser füllen und vollständig abkühlen lassen. Danach verschließen und lagern.

Kreative Variationen für Feinschmecker

Knoblauch-Kräuter-Butterschmalz

Während der letzten 5 Minuten Knoblauchzehen, Rosmarin und Thymian hinzufügen. Ideal für Steaks und Bratkartoffeln.

Chili-Ingwer-Butterschmalz

Perfekt für asiatische Gerichte. Einfach Chiliflocken und Ingwerscheiben mitziehen lassen.

Nussiges Ghee

Die Eiweißreste leicht bräunen lassen, bevor gefiltert wird. Das Ergebnis ist ein besonders intensives Aroma für Currys, Reisgerichte, Backwaren und Gemüsegerichte.

Häufige Fragen zu Butterschmalz

Wie lange hält selbstgemachtes Butterschmalz?
Bei sauberer Herstellung mehrere Monate. Im Kühlschrank oft deutlich länger.

Muss Butterschmalz gekühlt werden?
Nein. Ein dunkler und kühler Vorratsschrank reicht meist aus.

Kann man Butterschmalz einfrieren?
Ja. Es lässt sich problemlos portionsweise einfrieren.

Ist Butterschmalz und Ghee dasselbe?
Fast. Ghee wird traditionell etwas länger erhitzt und entwickelt dadurch ein noch intensiveres Aroma.

Fazit

Butterschmalz ist ein echter Alleskönner in der Küche. Es verbindet den vollen Buttergeschmack mit einer hohen Hitzebeständigkeit und langer Haltbarkeit.

Wer Butter-Angebote im Supermarkt nutzt, kann hochwertiges Butterschmalz besonders günstig selbst herstellen und spart im Vergleich zum Fertigprodukt oft bares Geld.

Tipp von jederkannkaesen.de: Beim nächsten Butter-Angebot einfach etwas mehr kaufen und gleich einen Vorrat an selbstgemachtem Butterschmalz anlegen. Geschmacklich und finanziell lohnt sich das fast immer.

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